Freitag, den 24. März 2006
Liebe Freunde! Die Sonne leuchtet kräftig durch das Fenster meines Arbeitszimmers. Der Sommer scheint nicht mehr all zu weit zu sein und wenn man die Pflanzen anschaut, sieht man es ja genau, selbst unter der nur langsam abtauenden Eisdecke bei uns im Süden hat es heimlich längst angefangen zu sprießen und zu grünen. Der Winter in diesem Jahr hatte es schon in sich und irgendwie hat es mir sogar gefallen. Die Schneemassen, die klirrende Kälte, das war beeindruckend und hatte einen ganz eigenen, stillen Reiz und je älter ich werde, umso mehr freunde ich mich mit dem Winter an. Aber jetzt langts. Ich bin bekanntlich auf Sommer gepolt, und kann es kaum erwarten, an einem der ersten, warmen Abende des Jahres mein - Frühling werds! - in ein gleichfalls gelöstes Publikum zu singen. Sicherlich, der Frühling löst nicht alle Schwierigkeiten. Am Sonntag sind drei Landtagswahlen ... mir graut es jetzt schon. Für den 22. April haben Nazi-Kameradschaften und NPD eine Demonstration in Halberstadt angekündigt. Wir sind aber auch nicht untätig und basteln am angekündigten Antifa - Open Air in Halberstadt. In Frankreich ist die Jugend wieder mal in bunten Haufen auf den Straßen. Wenn es sie nicht gäbe, die Franzosen, dann müsste man sie erfinden! Bei uns streiken die Ärzte und immer noch Verdi, die ich an dieser Stelle erneut herzlich grüße. Vielleicht wird es dieses Jahr einen in vieler Hinsicht heißen Sommer geben. Fürs erste aber wünsche ich Euch und mir ein schönes, unbeschwertes, von warmen Sonnenstrahlen und lächelnden Mitmenschen gesegnetes Wochenende. Ich jedenfalls will rausgehen, mit meinen Söhnen und Annik, am besten mit den Fahrrädern, und soviel Sonne abkriegen wie nur möglich. Auch der Frühling lebt bekanntlich vom Mitmachen!
Euer Konstantin
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